• Kurzgeschichten

    Arg verlangsamt

    Heute bin ich wahrlich nicht so flink und behände wie sonst. Es geht alles in Slow Motion, auch die Spazierrunde, zu der ich mich mühsam aufgerafft habe. Die habe ich übrigens mit Bücher zum Bücherschrank bringen verbunden. Es ist so eine feine Sache, über die ich schon geschrieben habe.

    Der Dame auf dem Foto habe ich übrigens meine unruhige Nacht zu verdanken. Ich schlafe zur Zeit eh sehr sehr schlecht und als ich heute Nacht endlich schlief, verlangte unsere Störenfrieda rausgelassen zu werden. Kaum war ich wieder eingeschlafen, maunzte sie vor dem Schlafzimmerfenster, um wieder hereingelassen zu werden. Das ging noch zwei Mal so und zwischendrin turnte sie auf mir herum, weil sie wohl ein wenig Unterhaltung brauchte.

    Das mag nun alles sehr lustig klingen, ist es aber nicht wirklich. Nachdem ich gestern einen relativ schmerzfreien Tag hatte, kehrte die Migräne am Abend zurück, durch den gestörten Schlaf ging es mir heute Morgen so dreckig, dass ich nicht mir mit Migradolor-Öl auskam, sondern Tabletten nehmen musste. Nun habe ich zwar keine Schmerzen, bin aber nach wie vor lichtempfindlich und mir ist leicht übel. Also werde ich mich wieder ins Bett verziehen. So geht es nicht weiter. Muss dringend einen Termin bei meinem Arzt machen, sowie der aus der Mayr-Kur zurück ist.

  • Kurzgeschichten,  Rezensionen

    The Horseman’s Word – Schottische Storys

    http://songdog.ch/buch-detail/the-horsemans-word-schottische-storys.html

    Zum Foto. Das Buch liegt im schottischen Original und in der deutschen Übertzung von Gabriele Haefs & Julian Haefs vor – erschienen ist es im Songdog Verlag Bern/Wien.

    Brian McNeill hat die Geschichten in diesem Buch seiner Heimatstatdt Falkirk und deren Umgebung gewidmet und der Sprache, die dort gesprochen wird. Es ist eine Reise durch die Jahrzehnte, da ist, die nahezu an Thomas Hardy erinnernde Titelgeschichte „The Horseman’s Word“ (Das Wort des Pflügers) die um 1913 herum spielt, gefolgt von „Bitte Auffordern“ (Take your partners) in der der Autor in das Falkirk von 1955 springt und so geht es weiter bis 2016, wo Scraps – The Fighter of many battles, sein letztes Gefecht kämpft. Diese Geschichte ist aus der Sicht des Katers Scraps erzählt, den Leser!nnen von Brian McNeills Büchern bereits aus „In the grass …“ (Schlange am Busen) kennen.

    Das der Autor dieser Geschichten Musiker ist, merkt man an jedem Satz. Jede Geschichte hat ihre eigene Melodie und diese hallt nach. Diesen Sprachrhytmus, ganz zu davon schweigen, den Dialekt ins Deutsche zu übertragen, ist wunderbar gelungen. Julian Haefs, der, wie er schreibt „von seiner ehrwürdigen Tante Gabriele angestiftet wurde“, sich an den Übersetzungen zu beteiligen, hat sich ausgezeichnet bewährt. Für Shaft (1979) hat er genau den richtigen Ton getroffen.

    Fazit: Unbedingt lesen