• Daily Musings

    In den Alltag finden

    Nun sind sie vorbei die Raunächte. Über sie und über den Pechtentag habe ich im Witchways Blog geschrieben.

    Nun heißt es, nach drei Wochen so vor mich hinpuzzeln, wieder in den Alltag zu finden. Sicher ich habe auch in diesen drei Wochen das eine oder andere gearbeitet, doch eher, weil es mich überkam, nicht weil ich meinte zu müssen. Irgendwie freue ich mich sogar darauf, dass der Tag – und die Woche – nun wieder Struktur kriegen. Doch erst einmal wird heute der Abschluss der Raunächte gefeiert. Heute Morgen gab es Hefekranz und heute Abend wird es eine Pizza geben. Dann geht es früh zu Bett. Wie ich im anderen Blog schrieb, hatte ich keine gute Nacht und bin entsprechend geschafft.

    Alles Liebe

  • Daily Musings

    Fluchtschlafen

    Ich fühle mich sehr merkwürdig zur Zeit. Einerseits ist alles gut. Viktor und ich sind uns sehr nahe, verbringen viel mehr Zeit als normalerweise miteinander und doch ist eben nichts gut. Meine Angst vor dem Außen und dessen Eingeschränktheit wächst. Vielleicht ist Angst nicht das richtige Wort, es ist eher ein Horror davor eine weitere Maskenauseinandersetzung zu erleben. Die letzte Zeit hat es da einige recht unschöne Erlebnisse gegeben. Anscheinend gehen so einige meiner Mitmenschen davon aus, dass ich keine Maske trage, weil ich sie ärgern will oder um ein politisches Statement zu äußern. Weise ich auf ein Attest hin, wird meinem Arzt prophylaktisch unterstellt, dass er ein Gefälligkeitsattest ausgestellt hat, ganz abgesehen mit welchen Ausdrücken und Worten man mich bedenkt. Schon komisch, der Gesetzgeber hat diese Möglichkeit geschaffen, die Betrieber!nnen der Geschäfte in denen ich einkaufe akzeptieren mein Attest anstandslos, nur meine lieben Mitbürger!nnen haben Probleme. Dabei habe ich es wahrlich versucht, bis ich einsehen musste, dass es nicht geht. Ich hatte in der Stadt eine Panikattacke, dissoziierte, mir blieb die Luft weg und nur dank Viktor, kam ich einigermaßen daraus hervor.

    Heute Morgen nun war es mal wieder soweit, ich war mit dem Einkauf dran, denn ich kann nicht alles auf Viktor abschieben, der auch seine Probleme hat. Also wieder einmal eine Nacht voller Alpträume, dann heute Morgen, konnte ich mich kaum überreden aufzustehen. Wie so oft, wenn eine Depressive Episode naht, regiere ich wieder mit Fluchtschlaf. Übrigens kaufe ich mehr und mehr online ein, was ich immer vermieden habe.

    Ich schreibe das hier nicht, weil ich Mitleid oder Verständnisbekundigungen, sondern einfach, weil es mir auf der Seele lastet.

    Es stimmt, ich stehe so einigen der Maßnahmen kritisch gegenüber, was aber nicht heißt, dass ich mich nicht an sie halten würde. Doch auch hier haben so einige ihre Probleme und sind gleich der Meinung, alle Maßnahmenkritiker!nnen sind auch Coronaleugner!nnen. Wäre wirklich schön mal aus dem Schubladendenken raus und vor allem zu einem freundlicheren Umgangston zu kommen. Meinerseits neige ich nicht dazu Andersdenkenden Idiotie zu unterstellen.

  • Daily Musings

    Wegwerfprodukte

    Auf der kurzen Spazierrunde heute, habe ich bestimmt zehn achtlos in die Landschaft entsorgte Masken gesehen. Leute, es mag zwar ein Wegwerfprodukt sein, aber sicher kein „Irgendwohinwerfprodukt“. Ich muss gestehen, dass mich diese Achtlosigkeit sehr ärgert. Liegt vielleicht am Alter. Dabei heißt es doch immer, dass mit dem Alter die Milde kommt. Bei mir hat sich da noch nichts eingestellt.

    Ansonsten war es eine schöne kleine Runde. Kalt ist es geworden und leider lässt sich immer noch kein Schnee blicken, dafür ist es zu warm, also nieselt es. Wir sind aber trocken nach Hause gekommen.

    Ich denke darüber nach ein Onlinebücher Magazin zu machen, weiß aber noch nicht so richtig wie.

    Habt einen schönen Restsonntag.

  • Daily Musings

    Soweit so Tee

    Nein, eine Teetrinkerin bin ich von Haus aus nicht. Doch ich habe beschlossen, dass es an der Zeit ist, die Saftschorlen aufzugeben und auf Tee umzusteigen. Hauptsächlich weil ich meinen Zuckerkonsum einschränken will. Viktor freut sich sehr darüber, weil er gerne Tee trinkt, nur für sich alleine nie welchen kocht. Er ist so begeistert, dass er mir von der Einkaufsrunde einen Glückstee mitgebracht hat. Der ist sogar recht lecker.

    Für den Glückstee habe ich dann auch gleich einen passenden Behälter gefunden. Diesen schönen Terrakotta Behälter haben wir zur Hochzeit bekommen.

    Aber bevor ich hier weiter prokrastiniere und über Teetrinken schwaffele, werde ich mich mal ans Werk machen. Heute steht Übersetzen auf dem Plan.

    Alles Liebe

  • Daily Musings

    Reingelesen

    Wir feiern Silvester eigentlich nie. Selbst in meiner wilden Jugend (ja, ich hatte eine), war ich nie die Partymaus. Silvester schon einmal gar nicht. Fröhlich sein, weil es die Jahreszeit oder ein Feiertag vorgibt, nöö. Auch hatte ich immer das Gefühl, dass Silvester eher dazu ist noch einmal in Ruhe das alte Jahr Revue passieren zu und dann gehen zu lassen. Gestern war es im Hause Braun noch ruhiger als sonst zum Jahreswechsel. Ein kleiner Austausch von guten Wünschen mit Freunden und Familie, danach lecker Maultaschen und Kartoffelsalat, von kundigen, schwäbischen Männerhänden gefertigt, ein Spaziergang um die Hörn und dann zu Bett und lesen. Also sind wir lesend ins neue Jahr, wie es sich für einen literarisch geprägten Haushalt gehört.

    Heute Morgen habe ich schon mal das neue Tagebuch und den Kalender in Betrieb genommen. Ein Morgenritual, was ich mit in 2021 nehme, ist das Schreiben von Morgenseiten. Es hilft mir den Kopf frei zu kriegen und das ist ja nicht verkehrt.

    Vorsätze fürs neue Jahr habe ich keine. Neugierig bin ich allerdings mehr als sonst, was es uns 2021 bringen wird. Erst einmal freue ich mich auf die Arbeit am Sagenbuch. Zum Jahresabschluss gab es noch eine feine Rezension zu „Es war einmal … und ist noch immer“. Claudia Schmid schrieb im Kriminetz:

    »Es war einmal« ist der typische Beginn eines Märchens. Karin Braun und Gabriele Haefs haben eine Sammlung mit Märchen herausgegeben, die untypisch sind und deshalb besonders viel Spaß beim Lesen bereiten. So muss es nicht immer ein Mann sein, der als Belohnung für seine Heldentaten die Prinzessin samt Reich erhält. Herkömmliche Märchen sind im Kern oft konservativ. Die beiden Herausgeberinnen haben welche ausgesucht, die Ihrem Geschmack entsprechen. Und der scheint wohl ziemlich gut zu sein. Sie haben »Autorinnen und Autoren gefragt, von denen wir sicher waren, dass sie etwas Gutes in der Schublade hatten oder schreiben würden, und Texte von solchen ausgesucht, die wir nicht mehr fragen können, die aber wunderbare Dinge hinterlassen haben.«

    Herausgekommen ist dabei der vorliegende Band. Nach der belehrenden Moral von der Geschichte und dem erhobenen Zeigefinger sucht man in der Regel vergebens, dies schmälert das Lesevergnügen jedoch keineswegs. Dafür entdeckt man Magie und ErzählerInnenlust. Interessant und unterhaltsam zu lesen!

    Es war einmal und ist noch immer | Kriminetz

    Alles Liebe

  • Daily Musings

    In der Schwebe

    Dieses Silvester ist sonderbar. In der Regel strotze ich um diese Zeit vor Plänen oder Projekten. Doch diesmal ist alles so anders, so ungewiss. Alles scheint in der Schwebe. Was wird 2021 möglich sein? Was nicht? Dann, auf einmal, wird mir bewusst, dass es doch eigentlich immer so ist. Wirklich gewiss ist nur der Augenblick. Von einem Moment auf den anderen kann alles ganz anders sein. Nur nach 9 Monaten Corona, mit dem dauernd sich ändernden Regeln und Möglichkeiten, ist mir die Ungewissheit der Zukunft bewusster. Dabei habe ich es noch verhältnismäßig gut, wenn ich so an die Menschen, die auf der Straße leben und in den Flüchtlingslagern, an den sich immer mehr verschiebenden europäischen Außengrenzen, denke. Das ist mir durchaus bewusst. Allerdings hat es auch keinen Sinn, sich immer nach unten zu orientieren. Einen, dem es noch schlechter geht, ist immer zu finden. Dieser Blick nach unten lenkt davon ab, nach oben zu schauen, wo die sitzen, denen es viel besser geht als 99 % der Menschheit und die dafür sorgen, dass es soviel Elend gibt.

    Habe ich Wünsche fürs neue Jahr? Klar, einige persönliche, aber das sind eher Kleinigkeiten. In einem größeren Rahmen sind sie schon gewaltiger: Ich wünsche mir, dass die Ursachen der Klimaveränderung bekämpft werden. Dass die Fluchtursachen angegangen und beseitigt, dass endlich diese unmenschlichen Lager aufgelöst werden und den Menschen dort der Weg in eine Zukunft geöffnet wird.

    Ja ich weiß, unrealistisch … aber ein Mädchen wird doch noch träumen dürfen.

    Soweit guten Rutsch und ein wundervolles 2021.

  • Daily Musings

    Besinnnung

    Besinnung? Worauf genau? Auf der Suche nach einer Überschrift fiel mir das Wort ein? Nur warum? So besinnlich geht es doch dieser Tage gar nicht zu. Komisch wieviel immer zu erledigen ist, trotz aller Vorbereitung. Gut das Viktor das Außen übernommen hat. Da komme ich gerade nicht so gut zurecht.

    Gerade schwanke ich doch sehr zwischen hell und dunkel. Gut, in den Raunächten bin ich immer etwas dünnhäutig, aber diesmal ist es besonders arg. Vor allem träume ich viel und gemischt. Wirr, Alp, lustig – alles dabei.

    Aber ich will mal nicht jammern, ich puzzele trotz allen so vor mich hin. Habe gestern die Rezensionen für das neue Folkmagazin abgeschickt und war auch sonst nicht untätig. Doch zwischendrin sitze ich einfach da und träume vor mich hin.

    Traumzeit halt!

  • Daily Musings

    Freuen auf 2021

    Ach ich weiß nicht. Seit 2015 war es ein Arschlochjahr nach dem nächsten und jedes Mal habe ich ab November angefangen mich auf das neue Jahr zu freuen, in der Hoffnung, dass dann alles gut … zumindest alles besser wird. Manchmal bin ich erstaunt, was für einem Kinderglauben ich doch anhänge. 2020 war nun das Arschlochjahr+ und diesmal bin ich eher zögerlich mit dem Hoffen.

    Dabei muss ich in der Retrospektive gestehen, dass es auch viel Schönes gab. Es war anstrengend, aber dieser Rauswurf aus der Komfortzone hatte auch sein Gutes. Jedenfalls nehme ich nichts mehr als gegeben hin.

    Zur Zeit ist für mich ja die heiße Phase der Raunächte und auch das ist anstrengend. Vieles ist gerade in Frage zu stellen. Ich lasse los, überlege genau was ich behalte, was wichtig ist. Denn eine große Veränderung steht 2021 mit Sicherheit an, der Umzug in eine kleinere Wohnung. Das bedeutet nicht nur äußere Veränderung, denn die Entscheidung habe ich ja bewusst und nach langen Überlegungen und in Hinblick darauf getroffen, dass es an der Zeit ist Gepäck abzulegen.

    Alles Liebe

  • Daily Musings,  Uncategorized

    Das wars denn

    Tja, noch ein paar Stunden und Weihnachten 2020 ist erledigt. Es war schön und ruhig … eigentlich wie die Jahre zuvor. Wir haben viel darüber gesprochen was dieses Jahr so alles war. Die Veränderungen auf der persönlichen Ebene, fast ein Jahr sind wir nun dabei unsere Ernährung auf pflanzlich umzustellen und zu nahezu 80 % ist uns das gelungen. Darauf bin ich schon ein wenig stolz. Auch erlaube ich mir stolz darauf zu sein, dass wir trotz schmaler Börse, immer leckeres, gesundes Essen auf dem Tisch haben. Das ist nicht immer einfach und auch arbeitsintensiv.

    Die letzten Weihnachtsstunden werde ich wohl mit Stricken verbringen. Das erste Mal habe ich die Socken mit verstärkter Ferse gestrickt. Gefällt mir, auch wenn ich dafür eine Käppchenferse stricken muss.

    Hab alle einen schönen Restfeiertag.

  • Daily Musings

    Schlafen – Schreiben – Spazierengehen

    Es muss wirklich Feiertag sein. Seit langem einmal wieder habe ich richtig gut und lange geschlafen. Das war sehr schön. Danach aber Buisness us usual, Tagebuch schreiben, danach Frühstück und dann spazierengehen.

    Heute war es das erste Mal auch tagsüber frostig und es war herrlich draußen zu sein. Ein schöner ruhiger, frischer Tag. Gleich werde ich mal das Abendessen kochen und dann wird gezockt .

    Viktor und ich lieben Kartenspiele. Besonders Zankpatience macht uns viel Freude. Gestern ging es ziemlich unentschieden aus, doch ich habe so ein Gefühl, dass das Glück heute mit mir sein will. War es eigentlich den ganzen Tag.