• Bücher,  Rezensionen

    Mythos Labskaus – eine kulinarische Kulturgeschichte von Jens Mecklenburg & Gabriele Haefs

    Labskaus! Das Gericht ist eine Legende und es war sicher schon lange überfällig, dass ihm ein eigenes Buch gewidmet wurde. Jens Mecklenburg, Nordische Esskultur, und Gabriele Haefs, haben dies nun getan.

    Wer hätte gedacht, dass dieses so trostlos aussehende und doch so wohlschmeckende Mischmasch so vielseitig und so weit bekannt ist. In Wales als Lobsgaws, in Norwegen auch als Labskaus, doch dort sogar in einer hellen und einer dunklen Variante. Sicher es gibt Unterschiede, die einen schwören auf Schweinefleisch, die anderen auf gepökeltes Rindfleisch, man ist sich nicht einig, ob nun Fisch dazu gehört oder nicht oder ob sich gar eine vegetarische Variante als Labskaus bezeichnen darf. Einig ist man sich allerdings, dass es ein wunderbares, nahrhaftes Essen ist und zwar nicht nur für Seefahrer.

    Ein sehr empfehlenwertes Buch, sehr schon aufgemacht, gut geschrieben und fein illustriert von Till Lenecke.

    Rezepte enthält es auch und erschienen ist es im KJM Buchverlag, ISBN 978-3-96194-113-1, Preis: 20,00 €

  • Daily Musings

    Langsam in den Tritt kommen

    Es ist sehr ruhig dieser Tage und es ist nicht unbedingt eine gute Ruhe. Wenn ich noch einmal höre: „Aber es muss doch toll für dich sein, dass alles nur noch so reduziert stattfindet, da kannst du doch in Ruhe arbeiten“, schreie ich. Nein es ist nicht toll, denn zur Inspiration braucht es das Außen. Anregungen aus der Konserve reichen nicht. Ich brauche Input für einen Output.

    Der kreativste Prozess dieser Tage ist für mich, einen Weg zurück in die Arbeit zu finden. Das komische ist, dass der Anfang des Weges darin besteht zu akzeptieren, dass ich mich fühle, wie ich mich fühle. Der zweite Schritt ist, ins Spielen zu kommen. Ich koche viel zur Zeit, für mich ein magischer Prozess. Ich lese viel, nicht nur Spaßsachen sondern auch viele Sachtexte, wie etwa „Die Welt neu denken“ von Maja Göpel und so langsam entwickele ich neue Idee. Da ist das Sagenbuch, das am entstehen ist. Da ist aber auch eine andere Idee.

    Die letzten Tage haben Viktor und ich viel darüber gesprochen, wie sich unsere Lebensgewohnheiten verändert haben, wie sich Theorien und Träume praktisch umgesetzt haben und wie einiges aussortiert wurde, was nicht mehr dienlich ist. So entstand die Idee des Witchways Blog. Dort möchte ich darüber schreiben und vielleicht entsteht daraus ein Lach-Sach-Koch-Feelgood-Goddess-Tarot-Yoga-Tai-Chi-at-the-beach-Buch. Ihr seht, ich bin genremäßig weit aufgestellt.

    So langsam tut sich also wieder was. Mal sehen, wo es noch hingeht.

  • Daily Musings

    Migränenacht

    Die letzte Nacht war wahrlich nicht schön. Migräne und wenn ich einmal einschlief verstörende Träume. Entsprechend gerädert bin ich heute Morgen hoch und entsprechend früh, werde ich heute zu Bett gehen.

    Allerdings war das Wetter so schön, dass ich mich doch zu einem Spaziergang in den Schützenpark aufgemacht habe. Das tat gut, aber durch bin ich mit dem Anfall noch nicht. Zu allem kommen Panikattacken und depressive Schübe. Ich fürchte das eine weitere Lockdown Verschärfung mir noch mehr an die Substanz gehen wird. Im Frühjahr war es nicht so schlimm, da konnte ich auf der Terrasse sitzen und im Garten puzzeln. Doch nun? Um nicht der Verzweifelung anheim zu fallen, habe ich mir einen Blog eingerichtet, in dem ich über Ernährung, Spiritualität und so schreibe. Ist noch im Aufbau, aber zwei Beiträge sind schon da. Also, wer Lust hat, kann ja mal längs gucken:

  • Daily Musings

    Eingefahrene Wege

    Da wir kein Auto haben und auch nicht gerne öffentliche Verkehrsmittel benutzen, ist unser Aktionsradius recht eingeschränkt. So sind wir natürlich immer wieder zu den selben Orten unterwegs. Einer davon ist die Moorteichwiese. Schon weil dieses Parkgelände sich praktisch in unserer Nachbarschaft befindet.

    Auch heute waren wir dort unterwegs und gerade, als ich zu der gewohnten Runde einschlagen wollte, also die Strecke, die wir immer gehen, dachte ich: Nein, diesmal andersherum mit ein wenig kreuz und quer. Es hat sich gelohnt. Eigentlich verwunderlich, was sich alles an so vertrauter Strecke entdecken lässt.

    Auf dem Rückweg haben wir beschlossen, eine alte Idee wieder aufzugreifen. „Andere Wege gehen“ haben wir es genannt. Es ging darum eingefahrene Routinen zu durchbrechen. Zum Beispiel auf den Einkaufswegen. Einfach mal einen Schlenker gehen, nicht automatisch an der Haustür links abbiegen, sondern rechts herum gehen und andersherum.

    Überhaupt ist es gut Routinen zu durchbrechen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut es tut das Hamsterrad einmal zu verlassen.

  • Daily Musings

    Freitag der 13.11. – Gimpereien

    Zur Zeit kann mensch nicht behaupten, dass wirklich viel los ist. Sicher ich koche, lese und beschäftige mich mit der Kleidungsherstellung, aber sonst? Eher ruhig. Große Fototouren sind erst für das Wochenende geplant. Das Wetter ist nicht gerade so, dass es vor die Tür lockt, aber mal auslüften kann ja nicht schaden.

    Fototechnisch bin ich also aufs Archiv angewiesen. Was auch nicht schlecht ist. Mit GIMP spielen macht mir Spaß und lenkt wunderbar vom Wahnsinn der Welt ab.

    Schönes Wochenende

  • Daily Musings

    Surreale Gemütlichkeit

    Der Ofen bollert, ich lese, stricke, häkele und schreibe. Kerzen brennen und es gibt heute noch einmal leckeres veganes Szegediner Gulasch. Alles also sehr gemütlich … so lange ich drinnen bleibe und keine Nachrichten oder Dokumentationen gucke. Dann ist es vorbei mit der Gemütlichkeit.

    Ob es wohl jemals wieder ein normales Leben, was immer das sein mag, geben wird? Es gibt Tage an denen ich dies bezweifele. Aber das ist ja mein Problem.

  • Daily Musings

    Was brauche ich wirklich?

    Das ist das Thema mit dem ich in die Raunächte gehe. Es entspricht recht praktischen, materiellen Erwägungen. Der Umzug rückt näher, ist zwar noch einige Monate hin. Aber es wird realer, also an der Zeit sich Gedanken zu machen. Überhaupt finde ich das Thema immer wichtiger.

    Lustig ist, dass ich immer sparsamer werde. Was ja gut ist. Ein Thema was mich schon lange begleitet ist ja meine Verschwendungssucht. Also in der Hauptsache in Sachen Bücher. Hier habe ich nun die Bremse gezogen und werde einige Zeit auf neue Bücher verzichten. Es finden sich immer mehr Bücherschränke und auch die Nachbarn stellen immer mal was raus. Der Vorteil ich lese endlich einmal mehr Autor!nnen, die ich sonst vielleicht nicht entdeckt hätte.

    Die neue Wohnung wird 16 qm kleiner sein als meine jetzige, die ja schon nicht groß ist. Ich freue mich nicht nur auf eine Wohnung mit Heizung, sondern auch auf die Herausforderung der Reduktion auf das Wesentliche.

  • Daily Musings

    Gedankenkrempel

    Wenn ich die letzten 10 Monate so Revue passieren lassen, zeichnet sich eines ab: Für mich ist es ein Jahr der Veränderungen! Natürlich ist es das mehr oder weniger für uns alle, doch für mich auch auf der persönlichen Ebene. Einmal hat sich in Sachen Ernährung und Gesundheit einiges getan. Heute Morgen habe ich meinen Bauchumfang gemessen. Hatte ich zuletzt vor 5 Monaten, dann habe ich es einfach mal gelassen und mich auch nicht gewogen. War einfach nicht wichtig. Jedenfalls sind es 10 cm weniger. Meine Gelenkschmerzen sind weg, mein Langzeitdiabeteswert ist in Ordnung und überhaupt geht es mir gut. Soweit auf der körperlichen Ebene. Die Sache mit der veganen Ernährung hat sich gut eingespielt und wir werden so weiter leben.

    Doch nicht nur körperlich hat sich eine Menge getan. Auch sonst ist einiges im Umschwung. Mein Mitteilungsbedürfnis hält sich in Grenzen, ich schreibe hier nicht mehr so oft und, auch wenn ich mich kurz wieder angemeldet hatte, werde ich Facebook lassen. Überhaupt verbringe ich weniger Zeit im Netz und auch das tut mir gut. Wie es mit den Blogs weitergeht weiß ich noch nicht. Bis nächsten September sind die Seiten bezahlt und bis dahin lasse ich es wie es ist. Im August 21 werde ich dann entscheiden, ob ich weitermache.

    Auch im zwischenmenschlichen hat sich viel verändert. Freundschaften sind zerbrochen, sowohl virtuell als auch im richtigen Leben, andere haben sich gestärkt und sind intensiver geworden. Da ist noch einiges zu verarbeiten.

    Was das Schreiben betrifft, so bin ich noch nicht wieder richtig im Tritt. Die Arbeiten am Sagenbuch, welches 2021 erscheinen soll laufen, sind angelaufen. Gabriele Haefs und ich haben interessante Mitstreiter!nnen gefunden. Also geht es irgendwie mit Büchern weiter. Mich treiben gerade sehr viele Themen um und doch finde ich keinen Ansatz darüber zu schreiben. Vielleicht muss es sich erst einmal alles setzen.

    Schönen Sonntag.

  • Daily Musings,  Projekte

    Zitronen-Orangen-Gelee und Wochenende

    Das nächste DIY Projekt ist umgesetzt. Heute habe ich mein Zitronen-Orangengelee mit Ingwer gekocht. Besonders freut mich, dass ich es nun nach meinem Geschmack kochen kann. Die gekauften sind mir immer zu süß.

    Ansonsten mache ich es mir gemütlich. Gerade wenn ich mich im Außen bewegt habe, genieße ich Kerzenlicht und leckeres Essen. Dish of the day: Rosenkohl mit Walnüssen, vegane Bratensauce und Salzkartoffeln. Zum Dessert: Applecrumble mit Custard.

    Habt es schön.

  • Daily Musings

    Donnerstag … schon

    Diese Woche geht wahnsinnig schnell. Liegt wohl auch dran, dass ich weiterhin gut zu tun habe. Vor allem bin ich mit meinen DIY-Projekten beschäftigt. Brotaufstriche, veganer Mozzarella, Cashewmilch und eine vegane „Käse“sauce für die allseits beliebten Kässpätzle. Dank des neuen Schredders und Gaz Oakleys Anregungen alles kein Problem und es macht Spaß. Die nächste größere Anschaffung ist eine vernünftige Nudelmaschine.

    Es ist so schön, so viel selbst zu machen. Wir kaufen, bis auf einige Ausnahmen, nur noch die Rohstoffe und daraus fertigen wir was wir brauchen. Bei Nudeln geht das noch nicht, daher sind wir heute zu Denns gewandert, dort waren Nudeln und Mehl im Angebot. Mit dem schwerbeladenen Rucksack zurück hat für den nötigen Sport gesorgt und damit Platz für einen sehr leckeren Applecrumble mit Vanillecreme, den es heute zum Abendessen geben wird.

    Das Leben plätschert so beschaulich vor sich hin, solange ich nicht zu oft vor die Tür gehe und mit den Auswirkungen dieses Lockdowns konfrontiert werde.