Schon wieder Freitag

Irgendwie war es eine seltsam emsige und doch unproduktive Woche. Sehr anstrengend, weil so einige Termine anlagen und andererseits habe ich kaum richtig was geschafft. Egal, auch solche Tage muss es geben. Nun aber erst einmal Wochenende.

Das werden wir sehr ruhig angehen. Gut dass es genügend Lesestoff gibt. Besonders freue ich mich auf Being Young von Linn Skåber, illustriert von Lisa Asiato und übersetzt von Gabriele Haefs.

Aber nun erst einmal ein wenig die Beine hochlegen und Stricken.

Privet Kniga

Immer wieder treffen wir uns mit unseren russischen Freunden Valya und Sascha. Heute war es mal wieder soweit. Unsere treffen stehen ja meistens unter dem Motto „Privet Kniga“ (Hallo Buch). Heute war es noch mehr als sonst der Fall. Denn Sascha hat eine Geschichte in unserem Märchenbuch (Alexander Mochalov „Danilka) und sollte natürlich auch seine Belegexemplare bekommen. Ich bekam auch etwas. Wunderschöne Rosen.

Das Wetter war heute noch so schön, dass wir auf der Terrasse sitzen konnten. Dort, bei Apfelkuchen, Kaffe und Büchern hatten wir eine schöne Zeit.

Auch die Post brachte feines. Stadt Land Raub von Marcie Rendon, Übersetzer Jonas Jakob. Darauf freue ich mich schon einmal.

Nun werde ich es mir mit meinem Strickzeug gemütlich machen und in Gedanken noch dem Besuch und unseren Gesprächen nachhängen.

Die nahenden langen Abende

Auch wenn der heutige Tag noch einmal arg sommerlich daher kam, werden die Tage deutlich kürzer und entsprechend die Abend länger und kühler. Da zündet man schon mal gerne Kerzen an und macht es sich entsprechend gemütlich. Das mag ich so am Herbst und Winter, das Kerzenlicht, das gemütliche Beisamensein und dass alles mehr nach Innen geht.

Die Patiencekarten werden nun auch öfters gemischt, während ein Hörbuch oder Musik läuft. Natürlich wird auch viel gelesen. Doch das muss eigentlich gar nicht erwähnt werden, weil wir das ja ganzjährig tun.

Warum schreibe ich über diese einfachen Genüsse? Weil ich verdammt dankbar für bin, dass sie möglich sind. Es ist nicht selbstverständlich.

Sagas aus der Vorzeit – Von Wikingern, Berserkern, Untoten und Trollen

Die in diesem Band vorgestellten Heldensagas stammen aus der Zeit vor der Besiedelung Islands, welche so um 870 herum begann. Sie erzählen von Hrolf Kraki und seinen Kämpen, den Völsungen, deren Geschichte ihren Ursprung in der Liederedda findet ind in der sich weite Elemente der Nibelungensaga finden. Fortsetzung findet die Geschichte der Völsungen in der Saga von Ragnar Lodbrok und alte Bekannte aus den vorherigen Erzählungen finden sich in der Geschichte von Norna-Gest. Meine Rezension bezieht sich auf den 1. Band der Sammlung, die in 3 Bänden erscheinen wird. Band 2 und 3 sind für Oktober 2020 angekündigt.

Es hat schon frühere Ausgaben dieser Sagas gegeben, aber kaum eine, die so umfangreich, so lesbar und so schön aufgemacht ist. Bereits im Klappentext steht, was beim Lesen sofort ins Auge springt, Tolkien, George R. R. Martin, J. K Rowling und viele andere im Genre Fantasy haben sich aus diesem Schatz bedient, womit sich zeigt, dass diese Geschichten zeitlos sind und daher ist es doppelt fein, dass der Kröner Verlag dieses Projekt umgesetzt hat.

Freude und Wut

Zum ersten Teil der Überschrift: Es ist Samstag, das Holz ist verstaut, wir haben einen feinen Spaziergang gemacht und es ist ein schöner Herbsttag.

Neben dem beruhigenden Gefühl genügend Brennmaterial zu haben, freue ich mich auf die Kartoffelsuppe, die es heute noch einmal gibt. Diesmal mit Spätzle. Mein Schwabe kombiniert ja gerne Nudeln und Kartoffeln und so abwegig ich dies erst fand, so langsam schmeckt es mir.

Nun kommen wir zum zweiten Teil der Überschrift. Gestern habe ich mir Seehofers Pressekonferenz zu Moria angesehen. Das Graffiti, auf dem Foto fasst sein widerliches Geschwaffel recht gut zusammen, finde ich. Jedenfalls ist schon mal klar, die Menschen gehen dem Herrn, und der EU ebenfalls, am Arsch vorbei. Außer dass er sich ausgiebig dafür beweihräuchert hat, dass Deutschland immerhin 150 unbegleitete Jugendliche aufnimmt, wurde nur eines sehr deutlich. Hilfe wird es für die Menschen nicht geben. Dafür soll Frontex gestärkt und Lager gebaut werden. Es gibt Tage, da kann ich nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte, um es mit Max Liebermann zu sagen.

Restsommer

Das der Sommer sich dem Ende neigt, ist nicht mehr zu übersehen. Mittlerweile ist es morgens noch lange dunkel und es liegt dieser Hauch von Kälte in der Luft. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Auch meine innerliche Uhr stellt sich um, ich bin mehr auf Rückzug. Freue mich auf die langen Abende mit Kerzenlicht, Ofenfeuer, Kartenspielen und Stricken. Andererseits fürchte ich die Kälte und dass morgens die erste Tat, nach Besuch der sanitären Anlagen, sein wird, den Ofen anzufeuern. Natürlich nur, wenn ich dran gedacht habe, genügend Holz und Kohlen hereinzuholen. Sonst geht es erst einmal raus in den Schuppen.

Eine Freude am Herbst, sind die reifen heimischen Früchte. Da wir gerne viel und gut essen, haben wir uns heute Morgen mit einem Zwetschgenkörnerkuchen für die Holzaktion gestärkt.

Alles Liebe

Ruhe

Mir geht es zur Zeit nicht so richtig gut. Ich bin sehr müde, was aber eher den Vorgängen in der Welt geschuldet ist, als einer wirklichen Krankheit. Heute Morgen dachte ich noch, komm, geh ein wenig in den Garten und zupfe Unkraut und fege Laub. Habe ich auch, allerdings bin ich tief besorgt. Die Kastanien sind nur sehr klein, der Baum hat extremen Moniermottenbefall, die drei Vogelbeer Bäume in der Nachbarschaft tragen dieses Jahr überhaupt keine Früchte. Überhaupt ist dieses 2020 ein äußerst unerquickliches Jahr.

Gestern musste dann auch noch die Holzlieferung verschoben werden, weil der Laster einen Unfall hatte. Freitag soll es nun kommen. Wenn es bloß schon alles unter Dach wäre, es ist immer so ein Aufwand, zu dem erschwerend hinzu kommt, das mir was in den Knochen steckt und auf dem Gemüt lastet.

So war die Stimmung, als ich nach der Gartenarbeit ins Haus kam und in den Nachrichten von den Feuern in Moria las. Da wurden meine eigenen Probleme sehr sehr klein. Diese armen Menschen. Da muss endlich was passieren, die Menschen müssen endlich Aufnahme finden und nicht 20 oder so, nach zwei Jahren Verhandlung, sondern alle und zwar unbürokratisch sofort.

So, nun gehe ich erst einmal ins Bett und mache eine lange Mittagsstunde. Mir wird gerade alles zuviel.

Von Neuem

Eigentlich sollte der neue Pullover ja glatt rechts gestrickt werden. Doch leider sah das nicht schön aus, bei der dünnen Wolle. Also alles noch mal aufgemacht und neu angefangen. Gefällt mir schon mal viel besser.

Ansonsten ist hier alles in Wartestellung. So richtig lohnt es sich nicht irgendwas umfangreiches anzufangen. Also habe ich gebacken. Doch keinen Nusskuchen, sondern einen weiteren Applecrumble. Diesmal allerdings sind in den Crumble gemahlene Kürbiskerne, Mandeln und Sonnenblumenkerne mit drin. Bin gespannt wie das schmecken wird.

Also kein besonders aufregender Tag.

Eigentlich …

Eigentlich wollte ich heute eine Rezension schreiben und einen Engadiner Nusskuchen backen. Aber es wird wohl eher ein Ruhetag werden. Chilli ist schon mal zu Bett gegangen und ruht schon mal vor. Der Schnupfen ist nicht so schlimm, aber es ist deutlich zu merken, dass ich mich die letzten Tage überanstrengt habe. An solchen Aktionen merke ich, dass ich nicht mehr die Jüngste bin. Aber egal, es ist vollbracht.

Alles hat seinen Platz gefunden und wie immer habe ich die Chance genutzt, auch mal in den Ecken sauberzumachen, in die ich sonst nicht so leicht komme.

Heute Abend gibt es nach der Zwiebelsuppe noch ein Partie Zankpatience mit Herrn Braun und dann geht es zu Bette. Morgen werde ich wohl den besagten Nusskuchen backen, damit wir am Dienstag Energienahrung und einen leckeren Nachtisch haben. Dienstag ist ja nicht nur Holzaktion, sondern auch unser Jahres-/Hochzeitstag. Obwohl der Nusskuchen, sowie ein Auflauf, wohl das einzig feierliche bleibt. Wahrscheinlich sind wir nach dem Holzwegräumen nicht mehr zu viel anderen fähig.

Müde und verschnupft

Die Rumräumerei und Putzerei fordern so langsam ihren Tribut. Ich bin hundemüde. Allerdings müssen wir noch einen neuen Küchenschrank aufhängen, alles einräumen und ein wenig putzen, dann werde ich mich zu Bett begeben. Einen Schnupfen habe ich auch. Keine Angst, nicht das Ding mit C einfach stinknormale Rhinoviren, die mich immer gerne einmal zu dieser Jahreszeit heimsuchen. Also nichts, was sich nicht mit Ruhe, viel Obst und so weiter beheben lässt.

Kochen muss ich heute nicht, es gibt noch einmal Gemüsegulasch, diesmal mit Kartoffelpüree. Comfort Food halt. Ansonsten ist neuer Lesestoff gelandet. Blumberg 2 – Die Wachswalze von Andreas Niedermann. Darauf freue ich mich schon. Schön wenn kranksein mit der passenden Literatur einher geht.

Alles Liebe